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Kryptowährungen und Bitcoin: Steuerhinterziehung und Selbstanzeige

Von und · LHP Gruppe

Stand: 26. Oktober 2026

Nicht erklärte Gewinne aus Bitcoin und anderen Kryptowährungen stellen nicht automatisch eine Steuerhinterziehung nach § 370 AO dar. Zunächst muss feststehen, welche Vorgänge steuerpflichtig waren und ob dadurch zu wenig Einkommensteuer festgesetzt wurde (sogenannter objektiver Tatbestand). Für eine Strafbarkeit kommt hinzu, was der Anleger bei Abgabe seiner Erklärung wusste und in Kauf nahm (sogenannter subjektiver Tatbestand). Eine wirksame Selbstanzeige kann Straffreiheit ermöglichen, verlangt aber wesentlich mehr als einen nachgereichten Steuerreport. [1] [2]

Wer Fehler in früheren Erklärungen entdeckt oder bereits Post vom Finanzamt erhalten hat, sollte deshalb nicht vorschnell einen Sachverhalt schildern, dessen Umfang noch unklar ist. Ebenso wenig darf die Aufarbeitung aufgeschoben werden, wenn eine Anzeige- und Berichtigungspflicht besteht. Wir verbinden die steuerliche Prüfung der Kryptogeschäfte mit der Beratung zur Selbstanzeige und, wenn nötig, der Strafverteidigung. [2] [3]

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Das Wichtigste in Kürze

  • Bereits der Tausch von Bitcoin gegen andere Coins kann Einkommensteuer auslösen. Eine Auszahlung in Euro ist dafür nicht erforderlich. [6] [7]
  • Ein Fehler oder eine hohe Nachzahlung beweist keinen Vorsatz. Ein sorglos übernommener Report schützt allerdings auch nicht automatisch vor einem strafrechtlichen Vorwurf. [1] [3]
  • Eine Selbstanzeige muss die betroffene Steuerart im gesetzlich vorgeschriebenen Umfang erfassen. Auch andere verschwiegene Einkünfte können deshalb einzubeziehen sein. [2]
  • Ein Auskunftsschreiben, mit dem das Finanzamt oder die Steuerfahndung lediglich Angaben zu Kryptogeschäften anfordert, sperrt die Selbstanzeige nicht automatisch. Eine bekannt gegebene Prüfungsanordnung kann dagegen schon vor dem ersten Prüferbesuch zur Sperre führen. Der erste DAC8-Meldetermin ist keine Schonfrist. [2] [16]
  • Verjährung schützt weniger, als viele erwarten, denn besonders schwere Fälle können bis zu 15 Jahre lang verfolgt werden, mit Unterbrechungen noch deutlich länger, und die ersparte Einkommensteuer kann selbst nach der Verjährung noch eingezogen werden. [14] [15]

Kryptogewinne nicht erklärt: Was jetzt zu klären ist

Zuerst ist zu klären, wie weit der Fehler reicht, ob also nur einzelne Staking-Erträge übersehen wurden, eine ganze Börse fehlte oder bisher überhaupt keine Steuererklärung abgegeben wurde. Ein neuer Report kann dabei helfen, die Lücke einzugrenzen. Er beantwortet jedoch noch nicht, welche Erklärung gegenüber dem Finanzamt erforderlich ist und welche strafrechtlichen Folgen sie haben kann. [2] [3] [8]

Für die erste Prüfung benötigen wir die vorhandenen Steuererklärungen und Bescheide sowie einen Überblick über die genutzten Plattformen. Liegt bereits ein behördliches Schreiben vor, gehört es mit seinem vollständigen Inhalt und der gesetzten Frist dazu. Die Einleitung eines Strafverfahrens ist anders zu behandeln als eine steuerliche Auskunftsanfrage, mit der das Finanzamt zunächst nur Angaben und Unterlagen anfordert. Eine Fristverlängerung kann Zeit für die Aufarbeitung verschaffen, verhindert aber keinen gesetzlichen Sperrgrund der Selbstanzeige. [2] [12]

Sichern Sie die vorhandenen Originaldateien und frühere Reportversionen, bevor Sie Daten neu importieren oder Zuordnungen korrigieren. So bleibt nachvollziehbar, weshalb die ursprüngliche Berechnung falsch war. Für unsere erste Bestandsaufnahme brauchen wir keine Seed-Phrase und keine privaten Schlüssel. Solche Zugangsdaten gehören weder in eine E-Mail noch in ein Kontaktformular.

Bei einem bereits eingegangenen Schreiben erläutert unser Beitrag Post vom Finanzamt wegen Krypto, welche Unterschiede die erste Reaktion bestimmen.

Berichtigung oder Selbstanzeige bei Kryptowährungen

Ein nachträglich erkannter Fehler

Wer vor Ablauf der steuerlichen Festsetzungsfrist erkennt, dass eine abgegebene Erklärung unrichtig oder unvollständig war und dadurch Einkommensteuer verkürzt wurde oder werden kann, muss dies unverzüglich anzeigen und die erforderliche Richtigstellung vornehmen (§ 153 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 AO). Benötigt die genaue Berechnung mehr Zeit, kann die Anzeige der erkannten Unrichtigkeit der bezifferten Berichtigung vorausgehen. Die notwendige Bearbeitungszeit rechtfertigt aber nicht, auch die Anzeige beliebig aufzuschieben. [3]

Bei einer Selbstanzeige hängt der Schutz von dieser Unterscheidung ab. Ein erster, nur allgemein gehaltener Hinweis an das Finanzamt, man werde Kryptogewinne nacherklären, bietet ohne ausreichende Besteuerungsgrundlagen nicht den Schutz des § 371 AO und kann selbst zur Entdeckung der Tat beitragen. Bestehen steuerstrafrechtliche Risiken, müssen deshalb die unverzügliche Reaktion und eine von Anfang an ausreichend vollständige Offenlegung rechtlich aufeinander abgestimmt werden. [2] [3] [10]

Eine Berichtigung ist kein Geständnis einer Steuerhinterziehung. Umgekehrt wird aus einer vorsätzlich falschen Erklärung kein bloßes Versehen, weil das spätere Schreiben als Berichtigung überschrieben wird. Es zählt der Sachverhalt, nicht die Bezeichnung des Schreibens. [2] [3]

Leichtfertigkeit ist nicht dasselbe wie Vorsatz

Auch ohne Vorsatz kann eine leichtfertige Steuerverkürzung vorliegen. Gemeint ist eine besonders schwere, nach den persönlichen Verhältnissen vorwerfbare Sorgfaltspflichtverletzung, nicht jeder Bedienungsfehler. Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße bis zu 50.000 Euro geahndet werden (§ 378 Abs. 1 und 2 AO). [4]

Für diesen Fall enthält § 378 Abs. 3 AO eine eigene Möglichkeit, eine Geldbuße durch rechtzeitige Berichtigung und fristgerechte Nachzahlung der verkürzten Einkommensteuer abzuwenden (sogenannte bußgeldbefreiende Selbstanzeige, im Unterschied zur strafbefreienden Selbstanzeige nach § 371 AO). Anders als bei § 371 AO ist hier als einziger Sperrgrund die vorherige Bekanntgabe der Einleitung eines Straf- oder Bußgeldverfahrens wegen der betreffenden Tat an den Täter oder seinen Vertreter vorgesehen. Eine Prüfungsanordnung allein schließt diesen Weg daher nicht aus. Das hilft jedoch nur, wenn tatsächlich Leichtfertigkeit und nicht Vorsatz vorliegt. [4]

Bestehen Zweifel an der damaligen inneren Haltung, prüfen wir, ob sich die Offenlegung vorsorglich so vorbereiten lässt, dass sie auch die strengeren Anforderungen an eine Selbstanzeige erfüllt. Dazu gehört eine rechtliche Bewertung, bevor unvollständige Angaben nach außen gelangen. [2] [3]

Die Ampel: Welcher Korrekturweg zu welcher inneren Haltung passt

Ob eine schlichte Berichtigung genügt oder eine Selbstanzeige nötig ist, hängt davon ab, was der Anleger bei Abgabe der ursprünglichen Erklärung wusste und wollte. Wir arbeiten dafür mit einem Ampelsystem, das die drei Stufen und ihre Folgen nebeneinanderstellt. [1] [2] [3] [4]

Sog. rotes „Spielfeld“: Vorsatz, auch bedingter Vorsatz

  • Innere Haltung: Der Anleger hält es für möglich, dass seine Angaben zu einer zu niedrigen Einkommensteuer führen, und nimmt das in Kauf („und wenn schon“). Beispiel: Der Report weist unvollständige Importe aus. Der Anleger sieht die Warnung, hält es deshalb für möglich, dass der ausgewiesene Gewinn zu niedrig ist, und reicht die Erklärung trotzdem ein. Die zu niedrige Einkommensteuer nimmt er in Kauf.
  • Rechtliche Einordnung: Steuerhinterziehung, § 370 AO (Straftat).
  • Korrekturweg: Strafbefreiende Selbstanzeige, § 371 AO. Bei mehr als 25.000 Euro verkürzter Einkommensteuer je Tat nur noch Absehen von der Verfolgung gegen Zuschlag, § 398a AO. Vollständigkeitsgebot und Sperrgründe sind zu beachten, Hinterziehungszinsen fallen an. [2] [5]

Sog. gelbes „Spielfeld“: Leichtfertigkeit (grobe Fahrlässigkeit)

  • Innere Haltung: Der Anleger vertraut ernsthaft darauf, dass alles richtig ist, obwohl sich Zweifel aufdrängen mussten („es wird schon gutgehen“). Beispiel: Der Anleger hält Tausche unter Kryptowerten für steuerfrei, weil kein Euro geflossen ist. Dass Kryptogewinne steuerpflichtig sein können, hat er gehört, aber er liest nichts nach und fragt niemanden. Er vertraut darauf, dass alles richtig ist.
  • Rechtliche Einordnung: Leichtfertige Steuerverkürzung, § 378 AO (Ordnungswidrigkeit, Geldbuße bis 50.000 Euro).
  • Korrekturweg: Bußgeldbefreiende Selbstanzeige, § 378 Abs. 3 AO. Einziger Sperrgrund ist die Bekanntgabe der Einleitung eines Straf- oder Bußgeldverfahrens wegen dieser Tat. Die Geldbuße entfällt nur, wenn die verkürzte Einkommensteuer fristgerecht nachgezahlt wird. [4]

Sog. grünes „Spielfeld“: einfacher Fehler (einfache Fahrlässigkeit oder schuldlos)

  • Innere Haltung: Ein nachvollziehbares Versehen trotz angemessener Sorgfalt. Beispiel: Der Anleger hat alle Börsen importiert, den Report selbst durchgesehen und vom Steuerberater prüfen lassen. Eine einzelne Staking-Gutschrift fehlt trotzdem, weil die Börse sie in einer gesonderten Liste geführt hat. Er hat sie übersehen, an der Richtigkeit seiner Erklärung aber nie gezweifelt.
  • Rechtliche Einordnung: Keine Straftat, keine Ordnungswidrigkeit.
  • Korrekturweg: Anzeige und Berichtigung nach § 153 AO, sobald der Fehler erkannt wird. Keine Sperrgründe, kein Zuschlag, keine Hinterziehungszinsen. Die Einordnung betrifft die ursprüngliche Erklärung. Wer den Fehler später erkennt und die Anzeige vorsätzlich unterlässt, begeht eine Steuerhinterziehung durch Unterlassen (§ 153 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 AO in Verbindung mit § 370 Abs. 1 Nr. 2 AO). Die Pflicht setzt voraus, dass der Anleger die Unrichtigkeit tatsächlich erkannt hat. Eine bloße Vermutung löst sie nicht aus. [3] [1]

Die Beispiele zu den drei Stufen zeigen die Abgrenzung. Über die Einordnung entscheidet die Gesamtwürdigung des Einzelfalls, bei der die Kenntnisse, die Vorerfahrung und die Umstände des jeweiligen Anlegers zu berücksichtigen sind. Indizien dafür sind etwa, wie der Anleger seine steuerlichen Angelegenheiten organisiert hat, ob er Hinweise seines Beraters oder seines Reports erhalten hat und ob frühere Erklärungen bereits beanstandet worden waren. Wer unsicher ist, wie ein Vorgang steuerlich zu behandeln ist, muss sich erkundigen oder die Unsicherheit in der Erklärung offenlegen. Wer beides unterlässt, riskiert, dass die Behörden ihm Leichtfertigkeit oder bedingten Vorsatz vorhalten. Die Linie, auf die es ankommt, verläuft zwischen Rot und Gelb, denn von ihr hängen das Vollständigkeitsgebot, die Sperrgründe, der Zuschlag nach § 398a AO, die Hinterziehungszinsen und die verlängerten Fristen ab. Weil der bedingte Vorsatz eine niedrige Hürde ist und nach unserer Erfahrung von den Behörden häufig eher nach dem Verfolgungswillen als nach der inneren Haltung angenommen wird, bereiten wir eine Korrektur im Zweifel so vor, dass sie auch den Anforderungen der roten Stufe genügt. [2] [3] [9]

Selbstanzeige bei Kryptowährungen: Voraussetzungen und Ablauf

Eine Selbstanzeige ist die gesetzlich geregelte Möglichkeit, durch vollständige Offenlegung unter bestimmten Voraussetzungen Straffreiheit wegen Steuerhinterziehung zu erreichen. Sie beseitigt weder die nachzuzahlende Einkommensteuer noch ohne Weiteres die Zinsen. Bei Kryptogeschäften liegt die Schwierigkeit häufig darin, die steuerlich erheblichen Vorgänge über mehrere Börsen und Jahre hinweg verlässlich zu erfassen. [2] [8]

Welche Jahre und Einkünfte in die Selbstanzeige gehören

Die Angaben müssen alle unverjährten Steuerstraftaten einer Steuerart erfassen, mindestens aber alle Steuerstraftaten dieser Steuerart innerhalb der letzten zehn Kalenderjahre (§ 371 Abs. 1 Satz 2 AO). Der Zeitraum kann deshalb länger als zehn Jahre sein. Er wird nicht allein danach bestimmt, welche Handelsdaten noch bequem abrufbar sind. [2]

Beispiel 1: Ein Anleger gibt im November 2026 eine Selbstanzeige für die Einkommensteuer ab. Sie muss mindestens alle Steuerstraftaten der letzten zehn Kalenderjahre erfassen, also die unrichtigen oder pflichtwidrig nicht abgegebenen Erklärungen der Jahre 2016 bis 2025, und zusätzlich das laufende Jahr 2026. Das sind die Veranlagungszeiträume ab 2015, wenn die Erklärungen jeweils im Folgejahr abgegeben wurden. Das gilt auch dann, wenn für die frühen Jahre nur kleine Beträge betroffen sind oder sich die Handelsdaten nur mühsam beschaffen lassen. Wurden in einzelnen Jahren mehr als 50.000 Euro Einkommensteuer verkürzt, gilt für diese Jahre die fünfzehnjährige Verfolgungsverjährung. Dann sind auch alle noch nicht verjährten Jahre davor aufzunehmen, im Beispiel die Veranlagungszeiträume ab 2010, weil die Bescheide für diese Jahre ab Ende 2011 bekannt gegeben wurden. Maßgeblich ist die gesetzliche Verjährung, nicht die Verfügbarkeit der Daten. [2] [14]

Bei der Einkommensteuer reicht es nicht, sämtliche Kryptobörsen zu berichtigen, weil die Steuerart Einkommensteuer insgesamt vollständig offengelegt werden muss. Fehlen im maßgeblichen Umfang weitere steuerpflichtige Einkünfte, etwa aus einer Vermietung oder einem ausländischen Depot, sind auch diese in die Selbstanzeige aufzunehmen. [2]

Beispiel 2: Eine Anlegerin hat Kryptogewinne der Jahre 2021 bis 2024 verschwiegen. Zugleich hat sie Zinsen aus einem Depot im Ausland nie erklärt. Eine Selbstanzeige, die nur die Kryptogewinne nachholt, ist für die Einkommensteuer unvollständig und entfaltet dann insgesamt keine strafbefreiende Wirkung. Die Depotzinsen gehören in dieselbe Anzeige, ebenso jede weitere nicht erklärte Einnahme. [2]

Selbstanzeige nach einem Schreiben des Finanzamts

Eine steuerliche Auskunftsanfrage ist von einer Prüfungsanordnung und von der Bekanntgabe eines Straf- oder Bußgeldverfahrens zu unterscheiden. Auch ein als „Goldene-Brücke-Schreiben“ bezeichnetes Auskunftsersuchen bedeutet nicht schon wegen dieser Bezeichnung, dass kein gesetzlicher Sperrgrund vorliegt. Es schließt die Straffreiheit aber auch nicht aus, denn der Weg zur Selbstanzeige kann noch offen sein, solange kein Sperrgrund vorliegt (§ 371 Abs. 2 AO). [2]

Eine Tat ist nach der Rechtsprechung entdeckt, wenn aufgrund der bereits bekannten Tatsachen bei vorläufiger Bewertung eine Verurteilung wahrscheinlich ist. Die bloße Kenntnis einer Steuerquelle genügt dafür noch nicht, zusammen mit weiteren Umständen kann sie aber ausreichen. Abgeschlossen sein müssen die Ermittlungen nicht. Für die Sperrwirkung kommt hinzu, dass der Betroffene von der Entdeckung wusste oder bei verständiger Würdigung damit rechnen musste. Deshalb beendet nicht jeder Brief die Selbstanzeigemöglichkeit. Umgekehrt bleibt sie ohne ausdrückliche Strafverfahrensmitteilung nicht sicher offen. Wir prüfen das Schreiben zusammen mit dem bisherigen Verfahrensverlauf und den erkennbar vorhandenen Informationen. [2] [10]

Beispiel 3: Was ein Schreiben des Finanzamts verrät. Herr A. erhält ein Schreiben seines Finanzamts mit der Bitte, seine Kryptogeschäfte seit 2019 aufzulisten. Anlass ist ein Datenpaket, aus dem das Finanzamt nur weiß, dass er bei einer Börse ein Konto eröffnet hat. Damit kennt es eine Steuerquelle, mehr nicht. Die Tat ist nicht entdeckt, Herr A. kann noch eine Selbstanzeige abgeben. [2] [10]

Frau B. bekommt Post von der Steuerfahndung. Die Fahnder haben ihre Transaktionsdaten bereits mit ihren Steuererklärungen abgeglichen und festgestellt, dass sie Verkäufe innerhalb der Jahresfrist mit erheblichen Gewinnen nicht erklärt hat. Damit ist die Tat entdeckt, und nach dem Inhalt des Schreibens musste Frau B. auch damit rechnen. Für eine Selbstanzeige ist es zu spät. Die Offenlegung und die Nachzahlung wirken aber strafmildernd. [2] [10]

Herr C. steht dazwischen, und das ist der häufigste Fall. Die Behörde hat die Daten, die Auswertung läuft noch. Ob seine Tat schon entdeckt ist, hängt allein davon ab, wie weit die Behörde mit ihren Erkenntnissen über die konkrete Steuerstraftat tatsächlich gekommen ist. Für den Sperrgrund muss zusätzlich feststehen, dass er die Entdeckung kannte oder bei verständiger Würdigung der Sachlage damit rechnen musste. Dafür ist der Inhalt des Schreibens maßgeblich. Nennt es konkrete Volumina, Jahre und Plattformen, rückt dieser Punkt näher. Ein allgemein gehaltenes Auskunftsersuchen ohne solche Angaben spricht dafür, dass die Möglichkeit einer Selbstanzeige noch besteht. Eine Garantie ist das nicht, weil der Kenntnisstand der Behörde über ihr Schreiben hinausreichen kann. Für die Entdeckung genügt kein bloßer Anfangsverdacht. Es müssen Umstände vorliegen, die nach kriminalistischer Erfahrung eine Steuerstraftat nahelegen. [2] [10]

Mit DAC8 kommt eine weitere Datenquelle hinzu. Die Anbieter melden die Transaktionen des Jahres 2026 erstmals bis zum 31. Juli 2027 an das Bundeszentralamt für Steuern, das sie an die Landesfinanzbehörden weiterleitet. Dort werden sie mit den Steuererklärungen abgeglichen. Wann in diesem Ablauf die Tat entdeckt ist, hat noch kein Gericht entschieden. Nach unserer Einschätzung, die auch in der Fachliteratur vertreten wird, ist der Eingang der Meldung beim Bundeszentralamt noch keine Entdeckung, denn die Meldung enthält je Kryptowert und Transaktionsart zusammengefasste Beträge, aber weder Anschaffungszeitpunkte noch Haltefristen. Sie verschafft der Verwaltung die Kenntnis einer Steuerquelle, mehr nicht. Entdeckt ist die Tat erst, wenn die Meldedaten, allein oder zusammen mit bereits vorhandenen Erkenntnissen, mit der Steuererklärung abgeglichen sind und sich daraus konkrete Anhaltspunkte für unversteuerte Gewinne ergeben. Spätestens dann muss der Anleger auch damit rechnen. Allgemeine Presseberichte über DAC8 lösen den Sperrgrund dagegen nicht aus. Wer die Selbstanzeige erst für die Zeit nach der ersten Meldung plant, setzt gleichwohl auf einen Zeitpunkt, den er nicht kontrolliert, weil er nicht weiß, wann der Abgleich erfolgt. Die Einzelheiten des Meldeverfahrens erläutern wir unter DAC8 und Krypto-Meldepflichten. [2] [10] [16]

Prüfungsanordnung: Die Sperre kann vor dem Prüferbesuch eintreten

Eine Außenprüfung ist nicht auf Unternehmen beschränkt. Auch bei einem privaten Kryptoanleger kommt sie unter den Voraussetzungen des § 193 Abs. 2 Nr. 2 AO in Betracht, wenn steuerlich erhebliche Verhältnisse der Aufklärung bedürfen und eine Prüfung beim Finanzamt nach Art und Umfang nicht zweckmäßig ist. Für bestimmte Steuerpflichtige mit besonderen Aufbewahrungspflichten besteht daneben die Prüfungsmöglichkeit nach § 193 Abs. 1 AO. [26] [27]

Beispiel 4: Ein Angestellter ohne Gewerbebetrieb hat über mehrere Jahre bei vier Börsen gehandelt, seine Erklärungen sind lückenhaft, die Unterlagen umfangreich. Das Finanzamt kann für die Einkommensteuer 2021 bis 2023 eine Außenprüfung bei ihm anordnen, obwohl er kein Unternehmer ist. Voraussetzung ist, dass seine steuerlichen Verhältnisse aufklärungsbedürftig sind und eine Prüfung im Finanzamt nach Art und Umfang der Unterlagen nicht zweckmäßig wäre. Beides muss das Finanzamt in der Anordnung begründen. Überschreiten seine Überschusseinkünfte die Schwelle des § 147a AO, darf es die Außenprüfung sogar ohne diese Voraussetzungen anordnen. Mit der Bekanntgabe der Anordnung beginnt die Sperre, nicht erst mit dem Erscheinen des Prüfers. [27]

Die Bekanntgabe einer Prüfungsanordnung nach § 196 AO kann die Straffreiheit bereits ausschließen, bevor der Prüfer erscheint. Auch die Bekanntgabe an einen Vertreter kann genügen. Die Sperre ist auf den sachlichen und zeitlichen Umfang der angekündigten Außenprüfung beschränkt. Für nicht erfasste Steuerstraftaten derselben Steuerart lässt das Gesetz weiterhin eine Selbstanzeige zu, sofern deren übrige Voraussetzungen vorliegen (§ 371 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 Buchst. a und Satz 2 AO). [2]

Im Beispiel ist die Selbstanzeige für 2021 bis 2023 damit vom Tag der Bekanntgabe an gesperrt. Für die Jahre außerhalb der Prüfung bleibt sie möglich, sofern diese Taten nicht bereits entdeckt sind und kein anderer Sperrgrund vorliegt. Sie muss dann alle unverjährten Jahre außerhalb des Prüfungszeitraums, mindestens die letzten zehn Kalenderjahre, vollständig erfassen, also nicht nur 2017 bis 2020, sondern etwa auch eine bereits abgegebene unrichtige Erklärung für 2024. Geht die Anordnung an den Steuerberater, der als Empfangsbevollmächtigter benannt ist, läuft die Sperre ebenso. Wer für die gesperrten Jahre dennoch nacherklärt, erreicht keine Straffreiheit mehr, die Offenlegung wirkt aber erheblich strafmildernd. [2]

Deshalb prüfen wir, welche Steuerarten und Jahre die Anordnung erfasst. Eine lediglich für bestimmte Zeiträume angekündigte Prüfung bedeutet weder, dass alle älteren Jahre gesperrt sind, noch dass außerhalb des Prüfungszeitraums sicher Straffreiheit eintritt. Dort kann insbesondere eine bereits eingetretene Tatentdeckung entgegenstehen. [2]

Nachzahlung und zusätzlicher Geldbetrag

Ist Einkommensteuer bereits verkürzt, muss der begünstigte Tatbeteiligte die zu seinen Gunsten hinterzogene Einkommensteuer und die gesetzlich bezeichneten Zinsen innerhalb der gesetzten angemessenen Frist zahlen (§ 371 Abs. 3 AO). Die verfügbare Liquidität gehört deshalb von Anfang an zur Vorbereitung. Eine vollständige Erklärung allein genügt in diesen Fällen nicht. [2]

Übersteigt die verkürzte Einkommensteuer 25.000 Euro je Tat, scheidet Straffreiheit nach § 371 AO aus. Bei der Einkommensteuer ist die Tat der jeweilige Veranlagungszeitraum, und gezählt wird die verkürzte Einkommensteuer, nicht der Kryptogewinn oder das Handelsvolumen. Unter den Voraussetzungen des § 398a AO bleibt ein Absehen von der Strafverfolgung möglich, wenn zusätzlich zu Einkommensteuer und Zinsen ein Geldbetrag entrichtet wird. Er beträgt 10 Prozent bei einer hinterzogenen Einkommensteuer bis 100.000 Euro, 15 Prozent bei mehr als 100.000 Euro bis eine Million Euro und 20 Prozent darüber. [2] [5]

Beispiel 5: Herr M. und seine zwei Jahre. Herr M. hat für 2022 und 2023 Kryptogewinne verschwiegen. Für 2022 beträgt die verkürzte Einkommensteuer 18.000 Euro, für 2023 sind es 60.000 Euro. Für 2022 wird er mit einer wirksamen Selbstanzeige straffrei, wenn er Einkommensteuer und Zinsen fristgerecht zahlt. Für 2023 übersteigt die verkürzte Einkommensteuer 25.000 Euro. Straffreiheit nach § 371 AO gibt es dafür nicht mehr. Zahlt er aber zusätzlich zu Einkommensteuer und Zinsen einen Zuschlag von 10 Prozent, also 6.000 Euro, sieht die Behörde von der Verfolgung ab. Hätte er für 2023 150.000 Euro verkürzt, läge der Zuschlag bei 15 Prozent, also bei 22.500 Euro. [2] [5]

Dieser Weg steht nur offen, wenn die Straffreiheit allein an den in § 371 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 oder 4 AO bezeichneten Hindernissen scheitert. Eine bereits eingetretene Tatentdeckung lässt sich nicht durch einen Zuschlag ausgleichen. [5]

Fehlende Börsendaten und vorsorgliche Schätzung

Fehlende Unterlagen sind bei älteren Kryptobeständen ein häufiges praktisches Problem. Ein pauschales Schreiben, man werde irgendwann Kryptogewinne nacherklären, wahrt die Voraussetzungen einer Selbstanzeige jedoch nicht. Die Finanzbehörde muss die Einkommensteuer auf Grundlage hinreichend konkreter Angaben festsetzen können. [2] [10]

Für die Rekonstruktion kommen neben noch vorhandenen Exporten auch Kontoauszüge, Abrechnungen und die zuordenbaren Transaktionen in der Blockchain in Betracht. Einzelne Zuflüsse, die in den Plattformdaten fehlen, etwa Airdrops oder Gutschriften aus einer Hard Fork, sind händisch zu ergänzen. Wir halten fest, welche Daten fehlen und welche Beschaffungsversuche unternommen wurden, etwa gegenüber dem Support einer nicht mehr erreichbaren Börse. Das Ergebnis muss erkennen lassen, welche Angaben belegt und welche nur aus anderen Informationen abgeleitet sind. [8] [25]

Eine Gegenüberstellung von Einzahlungen, Auszahlungen und verbliebenen Beständen kann dabei als Plausibilitätskontrolle helfen. Sie ersetzt aber keine steuerliche Gewinnermittlung, denn daraus ergibt sich noch nicht, welchem Jahr ein Gewinn zuzurechnen ist, ob die Haltefrist abgelaufen war oder ob neben Veräußerungsgewinnen anders zu behandelnde Erträge angefallen sind. Eine vereinfachte Rekonstruktion muss diese Grenzen und die verwendeten Annahmen offenlegen. Als eigenständige Methode kommt die Gegenüberstellung nur in Betracht, wenn auf dem betroffenen Konto ausschließlich eine Einkunftsart erzielt wurde und sich der Gesamtgewinn den einzelnen Jahren zuordnen lässt. Wie häufig Daten endgültig verloren gehen, zeigen die Insolvenzen von Mt. Gox, Cryptopia und FTX. Bei FTX war nach der Insolvenz und einem zeitgleichen Hackerangriff kein Zugriff auf die Kontodaten mehr möglich. [6] [8]

Sind genaue Zahlen noch nicht verfügbar, kann eine fachlich begründete Schätzung mit einem ausreichend bemessenen Sicherheitszuschlag in Betracht kommen. Ihre Grundlagen sind offenzulegen und verbleibende Unsicherheiten so zu berücksichtigen, dass der tatsächliche Umfang der Steuerverkürzung abgedeckt wird. Ein beliebiger Zuschlag heilt keine vergessene Börse und ersetzt keine nachvollziehbare Berechnung. Auch eine vermeintliche Fünf-Prozent-Toleranz bietet keinen sicheren Spielraum für eine unvollständige Anzeige. Der BGH hat nur geringfügige Abweichungen als unschädlich angesehen und die Grenze zudem an eine Gesamtwürdigung des Einzelfalls geknüpft. [2] [10] [41]

Beispiel 6: Die Börse ist verschwunden. Ein Anleger hat 2019 über eine inzwischen insolvente Börse gehandelt, Transaktionslisten gibt es nicht mehr. Aus den Kontoauszügen ergibt sich, dass er im Jahr 2019 30.000 Euro eingezahlt und im Jahr 2020 95.000 Euro ausgezahlt hat. Zu Beginn und am Ende war das Börsenkonto leer. Ein Zahlungsüberschuss von 65.000 Euro steht damit fest. Ein steuerpflichtiger Jahresgewinn ist das noch nicht, denn offen bleibt, in welchem Jahr er entstand und ob einzelne Coins länger als ein Jahr gehalten wurden. Für die Selbstanzeige setzen wir den Gewinn dann im Zweifel in dem Jahr und in der Höhe an, die zur höheren Einkommensteuer führt, legen die Herleitung offen, bezeichnen die Schätzung als solche und weisen darauf hin, welches andere Jahr sonst in Betracht kommt, damit die Offenlegung beide Jahre erfasst. Taucht später ein Export mit genaueren Zahlen auf, wird nach unten korrigiert. Eine zu niedrige Schätzung ließe sich dagegen nicht mehr heilen, weil die Selbstanzeige dann unvollständig war. [2] [10]

Wir stimmen die Rekonstruktion deshalb mit der rechtlichen Vorbereitung ab. Zunächst werden die betroffenen Einkünfte und Jahre abgegrenzt. Anschließend werden die Berechnungen mit den vorhandenen Belegen abgeglichen, verbleibende Unsicherheiten dokumentiert und die Zahlungsanforderungen einbezogen. Welche Offenlegung wann erfolgen muss, richtet sich nach der Lage des Falls. Einen Schutz durch eine bloße Ankündigung gibt es nicht. [2] [3] [10]

Die steuerartübergreifenden Grundlagen erläutern wir auf unserer Seite zur Selbstanzeige bei Steuerhinterziehung.

Wann aus Kryptogeschäften eine Steuerhinterziehung wird

Steuerpflicht und Verkürzungsbetrag zuerst prüfen

Bei angeschafften Bitcoin und vergleichbaren Currency Token im Privatvermögen ist ein Verkauf innerhalb der gesetzlichen Jahresfrist ein privates Veräußerungsgeschäft. Das gilt auch für den Tausch gegen andere Kryptowerte. Der BFH hat dies für Bitcoin, Ether und Monero bestätigt (§ 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG). Die spätere Überweisung auf ein Bankkonto ändert an diesem Zeitpunkt nichts. [6] [7]

Beispiel 7: Ein Gewinn ohne Auszahlung. Eine Anlegerin kauft Bitcoin für 40.000 Euro und tauscht sie vier Monate später gegen Ether im Wert von 60.000 Euro. Vor Berücksichtigung von Gebühren entsteht ein Veräußerungsgewinn von 20.000 Euro, obwohl kein Euro auf ihrem Bankkonto eingeht. Diese 20.000 Euro sind der Gewinn, nicht die hinterzogene Einkommensteuer, die bei einem Grenzsteuersatz von 42 Prozent 8.400 Euro beträgt. Ob überhaupt eine Hinterziehung vorliegt, hängt zusätzlich von Erklärungsverhalten und Vorsatz ab. [1] [6] [7]

Seit dem Veranlagungszeitraum 2024 bleibt der jährliche Gesamtgewinn aus sämtlichen privaten Veräußerungsgeschäften steuerfrei, wenn er weniger als 1.000 Euro beträgt. Für frühere Jahre galt die Freigrenze von 600 Euro. Sie gilt weder je Börse noch je Coin. Wird die maßgebliche Grenze erreicht, ist nicht lediglich der übersteigende Betrag steuerpflichtig. [6] [8]

Mining und der Betrieb von Masternodes führen nach Verwaltungsauffassung, sofern sie nicht nur gelegentlich betrieben werden, ein Handel dagegen nur in Ausnahmefällen zu Einkünften aus Gewerbebetrieb, für die andere Regeln gelten. Diese Fälle grenzen wir hier nur ab. Die Besteuerung betrieblicher Kryptowerte behandeln wir auf unseren Seiten zur Krypto-Steuer. [8]

Auch die Art der Einnahme gehört richtig benannt, die rechtliche Einordnung muss aber nicht in jedem Punkt zutreffen. Es genügt, dass alle Tatsachen offengelegt werden, damit das Finanzamt den gesamten Sachverhalt selbst beurteilen kann. Vergütungen aus passivem Staking oder Lending im Privatvermögen ordnet die Finanzverwaltung den sonstigen Einkünften aus Leistungen zu. Hier gilt eine eigene Freigrenze von weniger als 256 Euro im Kalenderjahr (§ 22 Nr. 3 EStG). Der spätere Verkauf der erhaltenen Einheiten ist gesondert zu beurteilen. Für betriebliche Kryptowerte gilt die private Jahresfrist nicht. Bei anderen Token oder DeFi-Produkten ist die rechtliche Ausgestaltung maßgeblich, nicht der Produktname der Plattform. [8] [24]

Für die hier behandelten privaten Currency Token sieht die Verwaltungsauffassung keine Verlängerung der Haltefrist auf zehn Jahre allein wegen Staking oder Lending vor. Ältere Darstellungen können insoweit überholt sein. Von diesen Regeln zu unterscheiden ist die geplante Kryptosteuer-Reform. Der Referentenentwurf ist kein geltendes Gesetz und darf nicht als bereits wirksame Abschaffung der Jahresfrist dargestellt werden. [8] [20]

Objektiv falsche Angaben und persönlicher Vorsatz

Wer steuerlich erhebliche Tatsachen unrichtig oder unvollständig erklärt und dadurch eine zu niedrige oder verspätete Steuerfestsetzung verursacht, verwirklicht insoweit den objektiven Tatbestand der Steuerhinterziehung. Das gilt auch, wenn die falschen Angaben aus einer Softwareauswertung stammen. Eine falsche Zahl allein genügt dagegen nicht, wenn es an ihrer steuerlichen Bedeutung oder am Verkürzungserfolg fehlt. Ein strafbarer Versuch ist gesondert zu beurteilen (§ 370 Abs. 1, 2 und 4 AO). [1]

Wer gar keine Erklärung abgibt, obwohl er dazu verpflichtet ist, verwirklicht den Tatbestand durch Unterlassen (§ 370 Abs. 1 Nr. 2 AO). Zu prüfen ist dann zuerst, ob überhaupt eine Erklärungspflicht bestand und woraus sie folgte. Arbeitnehmer müssen eine Einkommensteuererklärung abgeben, wenn ihre nicht dem Lohnsteuerabzug unterliegenden Einkünfte, etwa Kryptogewinne, zusammen mehr als 410 Euro im Jahr betragen (§ 46 Abs. 2 Nr. 1 EStG). Wer keinen Arbeitslohn bezieht, ist erklärungspflichtig, sobald der Gesamtbetrag seiner Einkünfte den Grundfreibetrag übersteigt (§ 56 EStDV). Verkürzt ist die Einkommensteuer, wenn sie deshalb nicht oder nicht rechtzeitig festgesetzt wurde, und auch hier muss der Vorsatz die Erklärungspflicht umfassen. Der Handel mit Kryptowerten allein begründet die Pflicht nicht. Sie folgt aus diesen gesetzlichen Schwellen, bei Zusammenveranlagung mit den doppelten Beträgen, oder aus einer Aufforderung des Finanzamts (§ 149 Abs. 1 Satz 2 AO). [1] [6] [40]

Ist der objektive Sachverhalt nachgewiesen, kommt es auf die innere Haltung des Betroffenen an. Vorsatz setzt voraus, dass er den Steueranspruch dem Grunde nach kannte oder zumindest für möglich hielt und die Verkürzung wollte oder billigend in Kauf nahm. Wer ernsthaft auf die Richtigkeit seiner Angaben vertraute, handelt nicht schon deshalb vorsätzlich, weil sich diese später als falsch herausstellen. Der bedingte Vorsatz ist allerdings eine niedrige Hürde, und der BGH sieht sie schnell als überschritten an. Wer Zweifel an der Richtigkeit seiner Angaben hat und sie weder dem Finanzamt offenlegt noch sachkundigen Rat einholt, nimmt nach dieser Rechtsprechung in Kauf, dass die Einkommensteuer zu niedrig festgesetzt wird, und handelt damit bedingt vorsätzlich, sofern nicht besondere Umstände dagegen sprechen. Das ist keine starre Regel, sondern ein Indiz von erheblichem Gewicht, das in die Gesamtwürdigung eingeht. [3] [9]

Beispiel 8: Der ignorierte Warnhinweis. Ein Anleger erstellt seinen Steuerreport selbst. Das Programm meldet, dass die Importe von zwei Börsen unvollständig sind und deshalb Verkäufe fehlen können. Er erklärt den ausgewiesenen Gewinn trotzdem in der Steuererklärung. Hier liegt bedingter Vorsatz nahe, weil er die Möglichkeit einer zu niedrigen Einkommensteuer erkannt und hingenommen hat. Hätte er den Report mit den Warnhinweisen seinem Steuerberater übergeben und erst nach dessen Prüfung erklärt, spricht viel gegen einen Vorsatz. Allenfalls kommt dann Leichtfertigkeit in Betracht. Wie Reports und KI-Auswertungen unter diesem Gesichtspunkt zu prüfen sind, erläutern wir unter Krypto-Steuern mit KI. [3] [9]

In der Praxis wird das damalige Wissen meist aus äußeren Umständen erschlossen. Dazu können ein Hinweis des Steuerberaters, Warnungen im Report oder frühere Rückfragen des Finanzamts gehören. Deshalb sichern wir auch Unterlagen, die erklären, wie die ursprüngliche Erklärung zustande kam. Die Ermittlungsbehörden müssen den Vorsatz nachweisen. Sie müssen Ihre Unschuld nicht beweisen, entlastende Umstände gehören aber in die Verteidigung. [9] [13]

Tatsachen offenlegen, eigene Rechtsauffassung vertreten

Wer die Tatsachen vollständig offenlegt, muss in der Steuererklärung nicht die Rechtsauffassung der Finanzverwaltung vertreten. Das Finanzamt kann dann seine eigene Bewertung zugrunde legen. Die Wahrheitspflicht bezieht sich auf die steuerlich erheblichen Tatsachen, nicht auf die Zustimmung zu deren rechtlicher Bewertung. Wer beispielsweise die steuerliche Einordnung eines DeFi-Vorgangs anders beurteilt, darf die für die Gegenauffassung erheblichen Umstände deshalb nicht einfach weglassen. Die Erklärung muss dem Finanzamt eine eigene Prüfung ermöglichen (§ 150 Abs. 2 AO, die Wahrheitspflicht). [1] [25] [32]

In solchen Fällen erläutern wir den Sachverhalt und die vertretene Rechtsauffassung in einer Anlage zur Erklärung und weisen, soweit erforderlich, die alternative Berechnung aus. Ein pauschaler Vorbehalt oder ein nicht erklärter Ansatz von null reicht dafür nicht. Mit einer solchen Anlage wird der rechtliche Streit offen geführt, statt ihn mit einem vermeidbaren Vorwurf unvollständiger Tatsachenangaben zu belasten. Bei einer Nacherklärung müssen zusätzlich die Anforderungen an eine wirksame Selbstanzeige eingehalten werden. [1] [2] [25]

Die Jahre vor dem BFH-Urteil 2023

Die frühere Diskussion über die Steuerbarkeit kann für die Verteidigung erheblich sein. Wer den Steueranspruch tatsächlich nicht kannte, kann einem vorsatzausschließenden Irrtum unterlegen sein (§ 16 Abs. 1 StGB). Bei älteren Erklärungen ist außerdem zu prüfen, ob und in welchem Umfang eine Offenlegungspflicht bestand. Maßgeblich sind die Verhältnisse zur Zeit der Erklärungsabgabe, nicht allein der heutige Rechtsstand. [9] [15]

Für Erklärungen aus der Zeit vor dem ersten bundeseinheitlichen ertragsteuerlichen BMF-Schreiben von 2022 vertreten wir deshalb die Auffassung, dass das Nichterklären von Veräußerungsgewinnen bei einer damals vertretbaren rechtlichen Beurteilung nicht ohne Weiteres eine unrichtige oder unvollständige Tatsachenangabe war. Dieser in der Fachliteratur begründete Verteidigungsansatz knüpft daran an, welche Tatsachen die Finanzverwaltung aus der seinerzeit nach außen erkennbaren Sicht für entscheidungserheblich halten musste. Er verlangt die Prüfung der konkreten Erklärung und bekannter Gegenauffassungen. [32] [33]

Eine allgemeine Straffreiheit für die Jahre vor 2022 oder 2023 folgt daraus nicht. Die Steuerpflicht ergibt sich aus dem Gesetz und nicht erst aus dem BMF-Schreiben, und das Fehlen eines bundeseinheitlichen Schreibens beweist nicht, dass zuvor keine erkennbare Verwaltungsauffassung bestand. Der Ansatz betrifft die Auslegung der konkreten Erklärung und ist von der Vorsatzprüfung getrennt zu halten. Der BFH entschied über das Steuerjahr 2017, nicht über eine erst 2023 eingeführte Steuerpflicht. Umgekehrt beweist die Veröffentlichung seines Urteils nicht, dass jeder Anleger es kannte. Für ältere wie für neuere Jahre bleibt die individuelle Prüfung erforderlich. [7] [9]

Beispiel 9: Tausch im Jahr 2019. Ein Anleger tauschte im Mai 2019 Bitcoin, die er im Januar 2019 gekauft hatte, gegen Ether und erzielte dabei einen Gewinn von 15.000 Euro, auf den bei einem Grenzsteuersatz von 42 Prozent 6.300 Euro Einkommensteuer entfallen. In seiner im Sommer 2020 abgegebenen Erklärung für 2019 gab er nichts an, weil er, wie kurz zuvor das Finanzgericht Nürnberg in einem Eilverfahren, bezweifelte, dass Kryptowerte überhaupt Wirtschaftsgüter sind. Eine rechtskräftige Entscheidung über die Steuerfreiheit war das nicht, aber ein ernsthafter Zweifel an der Rechtslage. Ein Vorsatz wird sich ihm in dieser Lage schwer nachweisen lassen. Nach unserer Auffassung war die Erklärung zudem nicht unrichtig, weil sie auf einer damals vertretbaren Rechtsauffassung beruhte, zu der die Finanzverwaltung ihre Gegenposition erst 2022 veröffentlicht hat. Beides ist im Einzelfall zu prüfen, einen Automatismus wegen des Jahres 2022 gibt es nicht. Steuerlich bleibt der Gewinn steuerpflichtig. Ob das Finanzamt den Bescheid für 2019 heute noch ändern kann, hängt aber davon ab, ob es Leichtfertigkeit oder Vorsatz nachweist, denn ohne eine solche Feststellung ist die reguläre Festsetzungsfrist von vier Jahren Ende 2024 abgelaufen, sofern keine Ablaufhemmung eingreift. Auch deshalb lohnt es sich, die damalige Sicht des Anlegers sorgfältig zu dokumentieren, bevor eine Nacherklärung erfolgt. [7] [14] [33] [42]

Fehlerhafte Steuerreports und KI-Auswertungen

Ein Steuerreport ist nur so belastbar wie seine Datengrundlage und die steuerliche Zuordnung der Vorgänge. Fehlt ein Anschaffungsvorgang, kann die Software einen zu hohen Gewinn ausweisen. Werden steuerpflichtige Tausche übersehen, kann der ausgewiesene Gewinn dagegen zu niedrig sein. Die schlichte Übernahme eines Endbetrags beantwortet keine dieser Fragen. [6] [8]

Beispiel 10: Anschaffungskosten von null. Ein Anleger überträgt bereits gekaufte Coins von einer Börse in seine eigene Wallet. Nach einem unvollständigen Import behandelt der Report die Einheiten ohne Anschaffungskosten. Der spätere Verkauf erscheint dadurch erheblich gewinnträchtiger, als er tatsächlich war. Zunächst sind der Kauf und die eigene Übertragung zuzuordnen. Eine fehlende Importzeile beweist keinen kostenlosen Erwerb. [6] [8]

Das BMF lässt plausibel erscheinende Steuerreports als Grundlage der Veranlagung zu. Dafür dürfen insbesondere keine erkennbaren Lücken bei Börsen oder Anschaffungskosten bestehen. Eine Auswertung, die ein Anleger ungeprüft aus einem Programm oder einer KI übernimmt, genügt diesen Mindestanforderungen nicht, solange niemand sie fachlich geprüft hat, denn die Verantwortung für die Angaben bleibt bei ihm. Die Auswertung muss in sich schlüssig sein und zu den übrigen Unterlagen passen. Offenzulegen sind auch die Reporteinstellungen und die zugrunde gelegten steuerlichen Wertungen. Ein bloßer Endbetrag ohne nachvollziehbare Herleitung erfüllt diese Anforderungen nicht. [8]

Begründete Korrekturen stehen der Anerkennung eines Reports nicht entgegen. Die ursprünglichen Daten müssen erhalten bleiben, und die Anpassungen müssen sich nachvollziehen lassen. Wird etwa eine fehlerhafte Zuordnung als Verkauf in einen eigenen Wallet-Transfer geändert, dokumentieren wir den Anlass und die Belege. Ein späterer Bearbeiter muss verstehen können, wie aus den Rohdaten die erklärten Beträge entstanden sind. [8]

Auch die verwendeten Kurse können das Ergebnis erheblich beeinflussen. Nach den Vorgaben des BMF dürfen dokumentierte Tageskurse berücksichtigt werden, solange die Wertermittlung gleichmäßig bleibt. Es ist also kein zulässiger Rechenweg, für Anschaffungen gezielt die Quelle mit den höchsten und für Verkäufe diejenige mit den niedrigsten Kursen auszuwählen. Diese Prüfung gehört auch zur Vorbereitung einer Selbstanzeige. [8]

Generative KI kann darüber hinaus unzutreffende Sachverhalte oder Fundstellen erzeugen, die sprachlich überzeugend wirken. Werden solche Angaben ungeprüft in eine Steuererklärung übernommen und führen sie zur Steuerverkürzung, entfällt die Verantwortung nicht allein wegen des verwendeten Werkzeugs. Daraus folgt allerdings kein automatischer Vorsatz. In der Praxis unterstellen die Ermittlungsbehörden den Vorsatz jedoch schnell, und dann muss die Verteidigung ihn angreifen. Zu unterscheiden sind der ursprüngliche Fehler, die dem Nutzer erkennbaren Warnsignale und sein Verhalten nach der Entdeckung. [1] [3] [9]

Wir erläutern diese Risiken ausführlicher unter Krypto-Steuern mit KI. Für die Prüfung einer vorhandenen Auswertung steht unsere Seite Krypto-Steuerreport prüfen lassen zur Verfügung.

Mitwirkungspflichten: Was das Finanzamt verlangen darf

Die folgenden Pflichten betreffen Kryptowerte im Privatvermögen. Für betriebliche Kryptowerte gelten zusätzlich die Buchführungspflichten und die GoBD, auf die wir nur eingehen, wo es für die Abgrenzung nötig ist. Bei der Mitwirkung sind zwei Stufen zu unterscheiden. Die allgemeine Mitwirkungspflicht (§ 90 Abs. 1 AO) verlangt, die steuerlich erheblichen Tatsachen vollständig und wahrheitsgemäß offenzulegen und die bekannten Beweismittel anzugeben. Den Sachverhalt ermittelt das Finanzamt im Übrigen von Amts wegen. Eine Pflicht, Einnahmen aufzuzeichnen oder Belege aufzubewahren, folgt daraus für Bezieher von Überschusseinkünften nicht. Sie besteht nur in den gesetzlich geregelten Fällen, etwa nach § 147a AO. Der Offenlegungspflicht genügt eine wahrheitsgemäße und vollständige Steuererklärung, solange das Finanzamt nicht nachfragt. Vorlegen muss der Anleger vorhandene Unterlagen, wenn das Finanzamt sie durch Verwaltungsakt anfordert (§§ 93 und 97 AO). Die erweiterte Mitwirkungspflicht (§ 90 Abs. 2 AO) greift bei Sachverhalten mit Auslandsbezug. Dann muss der Anleger den Sachverhalt selbst aufklären, die Beweismittel beschaffen und schon im Voraus dafür sorgen, dass er sie später vorlegen kann. Eine Pflicht, Beweismittel eigens anzufertigen, enthält das Gesetz auch hier nicht. Wer aber bei einer ausländischen Börse handelt, kann sich später nicht darauf berufen, dass die Übersichten nicht mehr abrufbar sind, wenn er sie sich hätte sichern können (§ 90 Abs. 2 Satz 3 AO). Die Finanzverwaltung geht bei ausländischen Handelsplätzen von dieser erweiterten Pflicht aus. Wer diese Beweisvorsorge versäumt, trägt das Risiko, denn das Finanzamt darf schätzen, und Unklarheiten gehen eher zu Lasten des Anlegers. [25] [28]

Die Mitwirkungspflichten bestehen auch dann fort, wenn eine Auskunft strafrechtlich belasten könnte. Erzwingen darf das Finanzamt sie dann aber nicht, denn Zwangsmittel sind unzulässig, soweit sich der Anleger damit wegen einer eigenen Steuerstraftat oder Steuerordnungswidrigkeit belasten müsste, und das gilt schon vor der Einleitung eines Strafverfahrens (§ 393 Abs. 1 Satz 2 und 3 AO). Von den steuerlichen Pflichten und von einer Schätzung befreit das nicht. Wie sich beides verbinden lässt, gehört in die Beratung, bevor Sie Angaben abgeben. [12] [28]

Private Anleger sind nicht automatisch buchführungspflichtig

Wer Kryptowährungen im Privatvermögen hält, muss steuerlich erhebliche Vorgänge vollständig und wahrheitsgemäß erklären. Daraus folgt aber weder eine Buchführungs- noch eine allgemeine Aufzeichnungspflicht wie bei einem Unternehmen. Allgemeine Mitwirkung (§ 90 Abs. 1 AO), besondere Beweisvorsorge bei Auslandsbezug (§ 90 Abs. 2 AO) und gesetzliche Aufbewahrungspflichten, die nur in den geregelten Fällen bestehen, vor allem nach § 147a AO, haben unterschiedliche Voraussetzungen. Ein umfangreicher Fragebogen des Finanzamts ersetzt diese gesetzlichen Grundlagen nicht (§ 90 Abs. 1 und 2 AO). [8] [25] [26]

Bei hohen positiven Überschusseinkünften ist § 147a AO zu beachten. Übersteigt deren Summe die gesetzliche Schwelle, sind die maßgeblichen Aufzeichnungen und Unterlagen sechs Jahre aufzubewahren (§ 147a Abs. 1 AO). Die Schwelle beträgt 2026 mehr als 500.000 Euro und steigt zum 1. Januar 2027 auf mehr als 750.000 Euro. Neben Kryptoeinkünften zählen die weiteren von der Vorschrift erfassten positiven Einkünfte, etwa Arbeitslohn und Vermietungseinkünfte. Beginn und Ende der Pflicht sind gesondert zu prüfen, denn sie beginnt im Folgejahr der Überschreitung und entfällt nicht schon nach einem einzigen Jahr unter der Schwelle. [26]

Beispiel 11: Ein Angestellter mit 120.000 Euro Arbeitslohn erzielt 2025 Kryptogewinne von 450.000 Euro. Die Summe seiner positiven Überschusseinkünfte übersteigt 500.000 Euro. Ab 2026 muss er deshalb alle Unterlagen zu seinen Einnahmen und Werbungskosten sechs Jahre aufbewahren, also auch Transaktionsübersichten, Steuerreports und Kontoauszüge. Das ist keine Buchführungspflicht wie bei einem Unternehmen, sondern eine Pflicht, die vorhandenen Unterlagen über Einnahmen und Werbungskosten aufzubewahren. Schärfer wird es an mehreren Stellen, denn das Finanzamt darf bei ihm ohne besonderen Anlass eine Außenprüfung anordnen, es erhält dabei das Recht auf Zugriff auf die elektronischen Daten, und fehlende Unterlagen gehen zu seinen Lasten. Die Pflicht endet erst, wenn die Schwelle in fünf aufeinanderfolgenden Jahren nicht mehr überschritten wird. [26] [27]

Ausländische Börsen und dezentrale Handelsplätze

Bei ausländischen Handelsplattformen verlangt die Finanzverwaltung insbesondere, die verfügbaren Transaktionsübersichten in festen Abständen und vollständig abzurufen. Nach ihrer Auffassung greifen die erweiterten Mitwirkungspflichten im Regelfall auch bei dezentralen Handelsplattformen. Ob deren Nutzung pauschal einem Auslandssachverhalt gleichgestellt werden darf, ist jedoch umstritten. [8] [25]

Beispiel 12: Ein Anleger handelt bei einer deutschen Börse, bei einer Börse mit Sitz außerhalb der EU und über ein dezentrales Protokoll. Für die deutsche Börse genügt es, die Transaktionsübersicht auf Anforderung vorzulegen, notfalls kann sich das Finanzamt die Daten dort selbst beschaffen. Für die ausländische Börse erwartet die Finanzverwaltung, dass er die Übersichten laufend herunterlädt und aufbewahrt, weil ein späterer Zugriff nach einer Kontosperrung oder Insolvenz scheitern kann. Für das dezentrale Protokoll sind die Transaktionen zwar dauerhaft in der öffentlichen Blockchain gespeichert, die Zuordnung zu seinen Wallet-Adressen und die Umrechnung in Euro muss er aber selbst leisten und belegen. [8] [25]

Gegen eine pauschale Gleichstellung spricht, dass öffentliche Blockchain-Daten auch der Finanzverwaltung zugänglich sind. Das Argument gilt allerdings nur, soweit tatsächlich dieselben Aufklärungsmöglichkeiten bestehen und die vom Anleger kontrollierten Adressen zugeordnet werden können. Es befreit nicht davon, die eigenen Geschäfte und die steuerliche Berechnung nachvollziehbar zu erläutern. Die internationale Struktur einer Blockchain allein rechtfertigt daher ebenso wenig jede beliebige Nachweisanforderung wie einen vollständigen Verzicht auf Mitwirkung. [8] [25] [33]

Die Anforderungen bleiben jedoch an das Gesetz und den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit gebunden. Bei einem Datenverlust ist deshalb zu prüfen, welche Vorsorge möglich und zumutbar war und was sich noch rekonstruieren lässt. Fehlende Daten beweisen für sich weder eine schuldhafte Pflichtverletzung noch einen Hinterziehungsvorsatz, sie erschweren aber die steuerliche Nachweisführung. Bei Überschusseinkünften sind fehlende Aufzeichnungen für sich genommen keine Pflichtverletzung, weil es keine Aufzeichnungspflicht gibt. Zu einer Pflichtverletzung werden sie erst, wenn die erweiterte Mitwirkungspflicht eine Beweisvorsorge verlangte oder wenn Auskünfte verweigert werden. Ohne eine solche Pflichtverletzung muss sich eine Schätzung an dem Ergebnis orientieren, für das die größte Wahrscheinlichkeit spricht, und erst eine Pflichtverletzung erlaubt dem Finanzamt, den Schätzungsrahmen zu Lasten des Anlegers auszuschöpfen. Auch ohne Verschulden kann eine Schätzung erforderlich werden, wenn sich die Besteuerungsgrundlagen nicht hinreichend aufklären lassen. [1] [8] [25] [28]

Wer die Haltefrist beweisen muss

Ob ein Gewinn innerhalb der Jahresfrist entstanden ist, entscheidet über die Steuerpflicht. Lässt sich der Anschaffungszeitpunkt nicht mehr feststellen, stellt sich die Frage, zu wessen Lasten das geht. Maßgeblich ist für beide Zeitpunkte das schuldrechtliche Geschäft, also der Abschluss des Kauf- oder Tauschvertrags, bei Börsengeschäften die Ausführung des Auftrags und nicht die spätere Gutschrift in der Wallet. Nach den allgemeinen Regeln trägt das Finanzamt die Feststellungslast für die Tatsachen, die den Steueranspruch begründen, also auch dafür, dass zwischen Anschaffung und Veräußerung nicht mehr als ein Jahr lag. Der Anleger trägt sie für Tatsachen, die die Einkommensteuer mindern oder ausschließen. [6] [25]

In der Praxis hilft dieser Grundsatz nur begrenzt. Sobald der Handel über eine ausländische Börse oder ein dezentrales Protokoll lief, greift nach Auffassung der Finanzverwaltung die erweiterte Mitwirkungspflicht, und fehlende Nachweise gehen zu Lasten des Anlegers. Das Finanzamt darf dann schätzen und wird im Zweifel eine Anschaffung innerhalb der Jahresfrist unterstellen. Wer die Steuerfreiheit nach Ablauf der Jahresfrist in Anspruch nimmt, muss deshalb faktisch belegen, wann er die veräußerten Einheiten angeschafft hat, und zwar für jede einzelne Tranche. Bei mehreren Käufen derselben Kryptowährung ordnet die Finanzverwaltung Verkäufe nach der Einzelbetrachtung und hilfsweise nach der FiFo-Methode zu. Gegen eine ungünstige Schätzung lässt sich mit Indizien argumentieren, etwa mit Einzahlungen auf das Börsenkonto, die zeitlich vor einem Kursanstieg liegen, oder mit Wallet-Historien. [8] [25] [28]

Hat der Anleger nur eine ungefähre Erinnerung, legen wir sie als solche offen („nach seiner Erinnerung hat er die Einheiten im Dezember 2022 erworben“) und fügen die vorhandene Dokumentation bei, möglichst auf Ebene der Einzeltransaktion. Das entspricht der Pflicht, Angaben nach bestem Wissen und Gewissen abzugeben (§ 150 Abs. 2 AO), und entzieht dem Vorwurf unrichtiger Angaben weitgehend die Grundlage. Fehlt jede Erinnerung, können typische Verhaltensmuster weiterhelfen. Wer nachweislich über Jahre erst nach Ablauf der Jahresfrist verkauft hat, kann das als Annahme auch für die undokumentierte Tranche zugrunde legen, muss die Annahme aber als solche kennzeichnen und ihre Grundlage nennen, denn ein Handelsmuster beweist die Haltedauer nicht. Bei einem Anleger, der laufend umschichtet, spricht das Muster dagegen für eine Anschaffung innerhalb der Jahresfrist. Dann geht es nur noch um die Höhe des Gewinns, und damit um die Schätzung der Anschaffungskosten. [6] [25]

Die Frage gewinnt mit der geplanten Reform zusätzliches Gewicht. Nach dem Referentenentwurf sollen Kryptowerte, die bis zum 31. Dezember 2026 angeschafft wurden, die bisherige Jahresfrist behalten, während später angeschaffte Bestände unabhängig von der Haltedauer besteuert würden. Wer sich dann auf den Bestandsschutz beruft, beruft sich auf einen für ihn günstigen Umstand und muss den Anschaffungszeitpunkt vor dem Stichtag nachweisen. Sichern Sie Anschaffungsbelege, Transaktionsübersichten und Wallet-Historien aus dem Jahr 2026 deshalb jetzt. [20] [25]

Die Erleichterung für Jahre bis einschließlich 2024

Das aktuelle BMF-Schreiben enthält eine Nichtbeanstandungsregelung für Veranlagungszeiträume bis einschließlich 2024. Sie erfasst zum einen bestimmte Kursbestimmungen nach den bisherigen Vorgaben. Zum anderen werden Aufzeichnungen außerhalb des Anwendungsbereichs der GoBD nicht beanstandet, soweit sie von den neuen Dokumentationsvorgaben abweichen. Alte Unterlagen dürfen deshalb nicht allein an den neu formulierten Dokumentationsanforderungen gemessen werden. [8]

Die Erleichterung ist keine Steueramnestie und befreit nicht von schon vorher bestehenden gesetzlichen Pflichten. Sie erlaubt auch nicht, bei einer heute abgegebenen Selbstanzeige betroffene Jahre oder Einkünfte wegzulassen. Für die Aufarbeitung sind deshalb die Anforderungen an damalige Aufzeichnungen von der heutigen Pflicht zu trennen, die steuerlich erheblichen Vorgänge im erforderlichen Umfang offenzulegen. [2] [8] [25]

Wallet-Adressen sind keine geheimen Zugangsdaten

Das Finanzamt kann im erforderlichen Umfang Angaben zu genutzten Wallet-Adressen und Transaktionskennungen verlangen. Die bloße Mitteilung eines öffentlichen Schlüssels ersetzt nach dem BMF-Schreiben jedoch nicht die weitere Nachweisführung. Aus ihm ergeben sich beispielsweise nicht ohne Weiteres die Anschaffungskosten in Euro. Davon zu unterscheiden sind private Schlüssel und die Seed-Phrase, die den Zugriff auf das Vermögen ermöglichen. Ein Verlangen nach Transaktionsnachweisen ist nicht mit der Herausgabe solcher Geheimnisse gleichzusetzen. [8] [25]

Was das Finanzamt verlangen darf, bestimmt das Gesetz. Es hat Anspruch auf die Offenlegung der steuerlich erheblichen Tatsachen und auf die Vorlage der dafür vorhandenen Unterlagen (§§ 90, 93 und 97 AO). Das BMF-Schreiben zählt Wallet-Adressen und Transaktionskennungen zu den Angaben, die es anfordern kann. In der Literatur wird bezweifelt, dass die Mitteilung der Wallet-Adressen selbst von der Mitwirkungspflicht umfasst ist, weil sie keine steuerlich erhebliche Tatsache ist, sondern ein Ermittlungswerkzeug, mit dem sich sämtliche Bewegungen einer Wallet dauerhaft beobachten lassen. Umgekehrt stützt die Mitteilung die Entlastung, wenn sich der Anleger auf die öffentliche Nachvollziehbarkeit der Blockchain beruft. Umfangreiche Fragebögen einzelner Finanzämter ersetzen diesen gesetzlichen Maßstab nicht. Beantwortet werden muss, was für die Besteuerung erheblich ist, und ein unverhältnismäßiges Auskunfts- oder Vorlageverlangen kann mit dem Einspruch angegriffen werden. Wir prüfen im Einzelfall, welche Angaben geschuldet sind, und übermitteln sie so, dass sie die Nachweisführung tragen, ohne mehr preiszugeben als nötig. [8] [25] [28]

Ein Zugriff auf die elektronischen Daten eines Auswertungsprogramms steht dem Finanzamt nur bei einer Außenprüfung zu, und zwar bei betrieblichen Kryptowerten und bei Anlegern, die unter § 147a AO fallen. Bei anderen Privatanlegern gibt es diesen Datenzugriff nach § 147 Abs. 6 AO nicht. Auskunfts- und Vorlageverlangen (§§ 93 und 97 AO) und die Befugnisse im Strafverfahren bleiben davon unberührt. Wo der Zugriff besteht, bedeutet er keine Überlassung eines unbeschränkten persönlichen Benutzerkontos, denn je nach Rechtsgrundlage und Prüfungsumfang genügen auswertbare Exporte oder ein abgegrenzter Nur-Lesezugriff. Ein Anspruch auf Einsicht in steuerlich erhebliche Daten ist keine pauschale Ermächtigung, beliebige Kontofunktionen zu nutzen. Wir prüfen das jeweilige Verlangen und stimmen eine geeignete Bereitstellung ab, ohne berechtigte Mitwirkung zu verweigern. [26] [29] [30]

Finanzamt, Steuerfahndung und DAC8: Was die Daten beweisen

Finanzbehörden erfahren von Kryptogeschäften nicht erst, wenn Gewinne auf ein Bankkonto ausgezahlt werden, und sind dafür auch nicht auf Hinweise der Banken angewiesen. Unter den gesetzlichen Voraussetzungen können sie Auskünfte bei Handelsplattformen einholen. Die Finanzverwaltung NRW berichtete Ende 2025 über ein zweites großes Sammelauskunftsersuchen mit rund 4.000 Steuerfällen aus mehreren Jahren. Im März 2026 hat das Landesamt die bundesweit abgestimmte Auswertung dieses Datenpakets eingeleitet. Die Daten sind an die Fahndungsstellen der anderen Länder verteilt, die betroffene Anleger seitdem anschreiben, und mit weiteren Auskunftsersuchen an einzelne Handelsplätze ist zu rechnen. Das erste Datenpaket aus dem Jahr 2023 hat nach Angaben der Finanzverwaltung bundesweit zu Mehrergebnissen im deutlich zweistelligen Millionenbereich geführt. Das zeigt, dass auch Sachverhalte vor dem ersten DAC8-Meldejahr aufgearbeitet werden. Eine individuelle Entdeckungswahrscheinlichkeit lässt sich daraus nicht berechnen. [17] [18] [37]

Bei Bitcoin sind Transaktionen öffentlich nachvollziehbar, die Personen dahinter aber nicht allein aus einer Adresse abzulesen. Zusätzliche Plattformdaten können eine Zuordnung ermöglichen. Auch dann bleibt zu klären, ob eine Bewegung steuerlich ein Verkauf, eine eigene Übertragung oder ein anderer Vorgang war. Auf zentralen Börsen intern verbuchte Geschäfte sind zudem nicht vollständig aus der Blockchain rekonstruierbar. [7] [8]

Die Pflichten nach dem Kryptowerte-Steuertransparenz-Gesetz gelten erstmals für das Kalenderjahr 2026. § 9 Abs. 1 KStTG nennt den 31. Juli des Folgejahres als jährlichen Meldetermin. Die ersten regulären Anbietermeldungen für 2026 erfolgen damit 2027. Meldedaten enthalten unter anderem nach Kryptowert und Transaktionsart zusammengefasste Beträge. Sie sind keine fertige Berechnung des steuerpflichtigen Gewinns. [16]

Der Meldetermin ist keine Schonfrist für eine Selbstanzeige. Eine Tat kann bereits vorher entdeckt sein. Umgekehrt wird nicht jede Anbietermeldung im selben Augenblick zu einer entdeckten Steuerhinterziehung. Es bleibt bei der Datenlage des Einzelfalls und den Voraussetzungen des § 371 Abs. 2 AO. Die Einzelheiten des Meldeverfahrens erläutern wir unter DAC8 und Krypto-Meldepflichten. [2] [16]

Verteidigung bei einem laufenden Steuerstrafverfahren

Wurde ein Steuerstrafverfahren eingeleitet, ist ein unvorbereitetes Erklärungsschreiben keine geeignete Verteidigungsstrategie. Als Beschuldigter dürfen Sie zur Sache schweigen und einen Verteidiger hinzuziehen. Über die Akteneinsicht klären wir, welcher Vorwurf erhoben wird und worauf die Behörden ihre Berechnung stützen (§§ 136 und 147 StPO, Schweigerecht und Akteneinsicht). Steuerliche Pflichten verschwinden dadurch nicht. Ihre Erfüllung muss mit dem Schutz vor erzwungener Selbstbelastung abgestimmt werden (§ 393 Abs. 1 AO, das Nebeneinander von Besteuerungs- und Strafverfahren). [12] [13]

Ein wesentlicher Ansatzpunkt ist die Berechnung der behaupteten Steuerverkürzung. Das Handelsvolumen ist kein Gewinn. Fehlende Anschaffungskosten oder doppelt erfasste Transaktionen können das Ergebnis erheblich verzerren. Ebenso wenig ersetzt eine als plausibel bezeichnete Zuordnung mehrerer Wallet-Adressen den Nachweis, dass die betreffenden Vorgänge dem Beschuldigten steuerlich zuzurechnen sind. [1] [6] [8] [13]

Bei der Berechnung ist außerdem das Kompensationsverbot zu beachten (§ 370 Abs. 4 Satz 3 AO). Steuerliche Entlastungen mindern den strafrechtlich maßgeblichen Hinterziehungsbetrag nur, wenn sie mit den verschwiegenen Einnahmen unmittelbar zusammenhängen. Die Anschaffungskosten und Gebühren des jeweiligen Veräußerungsgeschäfts gehören dazu. Verluste aus anderen Kryptogeschäften desselben Jahres zählen nach herrschender Meinung dagegen zu den „anderen Gründen“ und mindern den Hinterziehungsbetrag nicht, obwohl das Finanzamt sie steuerlich verrechnen muss. Dieses Ergebnis überrascht viele Anleger. Der strafrechtliche Hinterziehungsbetrag kann höher sein als die Einkommensteuer, die tatsächlich zu wenig gezahlt wurde. Das wirkt sich überall dort aus, wo das Gesetz an die nach § 370 AO verkürzte Einkommensteuer anknüpft, also bei der Grenze von 50.000 Euro für den besonders schweren Fall, bei der Sperre bei mehr als 25.000 Euro je Tat und beim Zuschlag nach § 398a AO, dessen Bemessung sich ausdrücklich nach § 370 Abs. 4 AO richtet. Bei der Strafzumessung sind die Verluste dagegen voll zu berücksichtigen, bei der Steuerfestsetzung im Rahmen der Verlustverrechnung des § 23 Abs. 3 EStG. Eine Mindermeinung in der Literatur will großzügiger saldieren, die Rechtsprechung folgt ihr bisher nicht. Wir prüfen deshalb in jedem Fall, ob die Verluste mit den verschwiegenen Gewinnen so eng verbunden sind, dass sich ein unmittelbarer Zusammenhang vertreten lässt. Einkommensteuer, Hinterziehungsbetrag, Strafzumessung und Einziehung bleiben getrennte Prüfungsebenen. [1] [2] [5] [43]

Beispiel 13: Der Verlust, der strafrechtlich nicht zählt. Ein Anleger verschweigt für 2023 einen Gewinn von 60.000 Euro aus Bitcoin-Verkäufen und zugleich einen Verlust von 40.000 Euro aus Ether-Verkäufen. Steuerlich ist nur der Saldo von 20.000 Euro zu versteuern. Für den strafrechtlichen Hinterziehungsbetrag bleibt der Verlust nach herrschender Meinung außer Betracht, weil er aus anderen Geschäften stammt. Maßgeblich ist dann die Einkommensteuer auf 60.000 Euro, bei einem Grenzsteuersatz von 42 Prozent also 25.200 Euro, und damit übersteigt die verkürzte Einkommensteuer die Grenze von 25.000 Euro, obwohl tatsächlich nur 8.400 Euro zu wenig gezahlt wurden. Bei der Strafzumessung zählt der Verlust wieder, und gezahlt werden muss nur die Einkommensteuer auf den Saldo. [1] [2] [5]

Schätzungen dem Grunde und der Höhe nach prüfen

Eine fehlende Unterlage oder ein beanstandeter Report rechtfertigt nicht automatisch eine beliebige Hinzuschätzung. Zunächst muss feststehen, welche Besteuerungsgrundlagen das Finanzamt nicht ermitteln oder berechnen kann (§ 162 Abs. 1 und 2 AO). Es muss die verfügbaren Erkenntnisse und auch günstige Umstände berücksichtigen. Das BMF stellt ausdrücklich klar, dass eine Schätzung nicht der Bestrafung dienen darf. [8] [25] [28]

Auch bei einer zulässigen Schätzung bleibt deren Höhe angreifbar. Vorhandene Belege für Anschaffungskosten dürfen nicht allein deshalb unbeachtet bleiben, weil andere Daten fehlen. Umgekehrt kann eine nicht aufklärbare Unsicherheit im Steuerverfahren nach den dort geltenden Beweisregeln zulasten des Anlegers gehen. Das ist von dem Nachweis einer strafbaren Steuerverkürzung zu unterscheiden. [8] [13] [28]

Nach ständiger Rechtsprechung des BFH muss jede Schätzung in sich schlüssig sein, ihr Ergebnis muss wirtschaftlich vernünftig und möglich sein, und sie zielt auf die Besteuerungsgrundlagen, für die die größte Wahrscheinlichkeit spricht. Schätzungen, die auf sachfremden Erwägungen beruhen, die sogenannten Straf- oder Mondschätzungen, sind unzulässig. Tragen Sie deshalb alle Umstände vor, die für ein anderes Ergebnis sprechen. [28] [39]

Beispiel 14: Die Hinzuschätzung aus dem Handelsvolumen. Die Steuerfahndung rechnet einem Anleger aus den Börsendaten ein Handelsvolumen von 2.000.000 Euro vor und schätzt daraus einen Gewinn von 400.000 Euro. Tatsächlich hat er dieselben 50.000 Euro über zwei Jahre hinweg vierzigmal umgeschichtet. Das Volumen sagt über den Gewinn nichts aus. Rekonstruiert man die Anschaffungskosten aus den Ein- und Auszahlungen und den noch vorhandenen Beständen, ergibt sich ein Gewinn von 35.000 Euro. Bei einem Grenzsteuersatz von 42 Prozent geht es um 14.700 Euro Einkommensteuer statt um 168.000 Euro. Eine Schätzung, die diese Belege übergeht, ist angreifbar, im Strafverfahren erst recht. [8] [28]

Beispiel 15: Ein Anleger hat 2021 Einheiten einer Kryptowährung in Euro getauscht, die er unstreitig innerhalb der Jahresfrist angeschafft hatte. Nur der genaue Kaufzeitpunkt ist unbekannt. Das Finanzamt setzt den Tag mit dem niedrigsten Kurs innerhalb der Jahresfrist an, also die geringsten Anschaffungskosten. Ebenso wahrscheinlich ist aber ein Kauf zu einem anderen Zeitpunkt. Gibt es Indizien, etwa eine Einzahlung auf das Börsenkonto oder eine Kaufwelle nach positiver Berichterstattung über die Währung, die den Kaufimpuls ausgelöst hat, spricht die größere Wahrscheinlichkeit für diesen Zeitpunkt. Das lässt sich dem Finanzamt vortragen und belegen. Den niedrigsten Kurs darf das Finanzamt ohne eine Pflichtverletzung des Anlegers nicht einfach unterstellen. [8] [28] [39]

Für Schätzungen gelten im Strafverfahren strengere Anforderungen als bei der steuerlichen Festsetzung. Nicht überwindbare Zweifel müssen zugunsten des Beschuldigten berücksichtigt werden. Eine Schätzung des Finanzamts darf deshalb nicht ungeprüft zur Grundlage einer Verurteilung werden. Der im Quellenverzeichnis nachgewiesene Beschluss des BGH betrifft zwar keine Kryptogeschäfte. Sein allgemeiner Maßstab ist aber auch bei lückenhaften Kryptodaten zu beachten. [11]

Gegen einen auf einer fehlerhaften Schätzung beruhenden Steuerbescheid kommt ein Einspruch in Betracht. Auch ein unverhältnismäßiges Auskunfts- oder Vorlageverlangen lässt sich rechtlich überprüfen. Weil ein Einspruch die Vollziehung des angefochtenen Verwaltungsakts nicht hemmt, ist bei Bedarf zusätzlich die Aussetzung der Vollziehung zu beantragen (§§ 347 und 361 AO). Bleibt der Einspruch erfolglos, prüft das Finanzgericht die Schätzung in vollem Umfang und kann sie durch eine eigene Schätzung ersetzen. Nichtig ist ein Schätzungsbescheid nur in Ausnahmefällen, etwa wenn das Finanzamt bewusst und willkürlich zum Nachteil des Anlegers geschätzt hat. Im Regelfall ist er lediglich anfechtbar, und der Weg zur Korrektur führt über Einspruch und Klage. [25] [28] [39]

Daneben prüfen wir Verfahrensfragen, etwa die Voraussetzungen einer Durchsuchung und die erforderlichen Belehrungen. Nicht jeder Verfahrensfehler führt zu einem Beweisverwertungsverbot, und ein berechtigter Einwand gegen die Steuerberechnung erledigt noch nicht jeden Tatvorwurf. Es kommt darauf an, welche Folgen der jeweilige Mangel in dem Verfahren hat. [12] [13]

Strafen bei Steuerhinterziehung mit Kryptowährungen

Der Grundtatbestand der Steuerhinterziehung sieht Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren vor. In besonders schweren Fällen reicht der Strafrahmen von sechs Monaten bis zu zehn Jahren (§ 370 Abs. 1 und 3 AO). Nach der Rechtsprechung liegt eine Verkürzung in großem Ausmaß bei einem Betrag über 50.000 Euro vor. Daraus folgt jedoch keine automatische Freiheitsstrafe ohne Bewährung. [1] [19]

Bei Hinterziehungsbeträgen in Millionenhöhe kommt nach der Rechtsprechung des BGH eine zur Bewährung aussetzbare Freiheitsstrafe nur bei besonders gewichtigen Milderungsgründen in Betracht. Auch hier geht es um den nachgewiesenen Hinterziehungsbetrag, nicht um den Wert des Kryptovermögens. [36]

Für die Sanktion im Einzelfall sind die nachgewiesene Schuld und die Umstände der Tat maßgeblich. Eine schematische Strafentabelle nach Kryptogewinn ist schon deshalb ungeeignet, weil Gewinn und verkürzte Einkommensteuer unterschiedliche Größen sind. Nachzahlungen und gegebenenfalls eine abgestimmte Schadenswiedergutmachung sind in die Verteidigung einzubeziehen, ohne damit unzutreffende Berechnungen vorschnell anzuerkennen. [1] [13]

Verjährung bei Steuerhinterziehung mit Kryptowährungen: Welche alten Jahre noch betroffen sind

Bei Kryptogeschäften sind mehrere Fristen auseinanderzuhalten. Die steuerliche Festsetzungsfrist beträgt vier Jahre, bei leichtfertiger Verkürzung fünf und bei Steuerhinterziehung zehn Jahre (§ 169 Abs. 2 AO). Bei der Einkommensteuer beginnt sie wegen der Erklärungspflicht später (§ 170 Abs. 2 AO). Hinzu kommen mögliche Ablaufhemmungen, etwa durch rechtzeitig begonnene Ermittlungen der Steuerfahndung. Bei hinterzogener oder leichtfertig verkürzter Einkommensteuer endet die Festsetzungsfrist außerdem nicht vor der Verjährung der Straf- oder Bußgeldverfolgung (§ 171 Abs. 5 und 7 AO). Die pauschale Aussage, nach zehn oder dreizehn Jahren sei alles erledigt, ist deshalb unzutreffend. [14]

Strafrechtlich beträgt die Verfolgungsverjährung bei einfacher Steuerhinterziehung fünf Jahre. Für die in § 376 Abs. 1 AO bezeichneten besonders schweren Fälle sind es 15 Jahre. Bei einer unrichtigen Einkommensteuererklärung ist für den Fristbeginn die Bekanntgabe des zu niedrigen Steuerbescheids maßgeblich, nicht der Tag des Coinverkaufs. Ist überhaupt keine Erklärung abgegeben worden, muss der maßgebliche Beendigungszeitpunkt gesondert bestimmt werden. Unterbrechung und Ruhen richten sich nach §§ 78 bis 78c StGB und den Sonderregeln des § 376 AO. [14] [15]

Die genannten Fristen sind die regulären Verjährungsfristen. Jede Unterbrechung, etwa die Bekanntgabe der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens oder ein Durchsuchungsbeschluss, lässt die Frist von Neuem beginnen. Eine Obergrenze zieht erst die absolute Verjährung. Bei einfacher Steuerhinterziehung tritt sie spätestens nach dem Doppelten der regulären Frist ein, also nach zehn Jahren. Bei den besonders schweren Fällen gilt das Zweieinhalbfache, also 37,5 Jahre, und ab Eröffnung des Hauptverfahrens vor dem Landgericht kann die Verjährung zusätzlich bis zu fünf Jahre ruhen. Über § 171 Abs. 7 AO wirken diese Zeiträume auf die Einkommensteuer zurück, denn solange die Tat verfolgt werden kann, kann das Finanzamt die hinterzogene Einkommensteuer auch noch festsetzen. [14] [15]

Beispiel 16: Frau K. und das Jahr 2016. Frau K. hat ihre Einkommensteuererklärung für 2016 im Mai 2017 abgegeben und dabei Kryptogewinne verschwiegen. Der zu niedrige Bescheid kam im August 2017, verkürzt wurden 30.000 Euro. Strafrechtlich ist das Jahr seit August 2022 erledigt, sofern die Frist nicht unterbrochen wurde. Hätte sie 60.000 Euro verkürzt, sähe es anders aus. Dann läge ein besonders schwerer Fall vor, die Verfolgungsverjährung liefe bis August 2032, und bis dahin könnte das Finanzamt die Einkommensteuer auch noch festsetzen, obwohl die zehnjährige Festsetzungsfrist für sich genommen Ende 2027 abliefe. Jede Unterbrechung schiebt das Ende weiter hinaus, bis zur absoluten Grenze. [14] [15]

Davon zu unterscheiden ist der Mindestumfang der Selbstanzeige von zehn Kalenderjahren. Deshalb kann ein Jahr für deren Vollständigkeit bedeutsam sein, obwohl die einfache Steuerhinterziehung strafrechtlich bereits verjährt wäre. Wir prüfen die Zeiträume anhand der tatsächlichen Erklärungs- und Bescheiddaten sowie der bisherigen Verfahrenshandlungen. [2] [14] [15]

Die Fristen im Überblick: [14] [15]

Steuerrecht: Festsetzungsverjährung

  • Regelfrist vier Jahre, bei leichtfertiger Verkürzung fünf, bei Steuerhinterziehung zehn Jahre (§ 169 Abs. 2 AO).
  • Die Frist beginnt mit Ablauf des Jahres, in dem die Erklärung abgegeben wurde, ohne Erklärung spätestens drei Jahre nach Entstehung der Einkommensteuer (§ 170 Abs. 2 AO). Bei Hinterziehung kann sie deshalb faktisch bis zu 13 Jahre betragen.
  • Ablaufhemmung: Die Frist endet nicht, solange die Steuerfahndung rechtzeitig mit Ermittlungen begonnen hat oder die Tat noch strafrechtlich verfolgt werden kann (§ 171 Abs. 5 und 7 AO). [14]

Strafrecht: Verfolgungsverjährung

  • Einfache Steuerhinterziehung: fünf Jahre (§ 78 Abs. 3 Nr. 4 StGB), absolute Grenze zehn Jahre (§ 78c Abs. 3 Satz 2 StGB), Ruhenszeiten kommen hinzu.
  • Besonders schwere Fälle, etwa mehr als 50.000 Euro verkürzte Einkommensteuer je Tat: 15 Jahre (§ 376 Abs. 1 AO), absolute Grenze 37,5 Jahre (§ 376 Abs. 3 AO), zuzüglich Ruhen bis zu fünf Jahre ab Eröffnung des Hauptverfahrens vor dem Landgericht (§ 78b Abs. 4 StGB), also bis zu 42,5 Jahre. Nach einem erstinstanzlichen Urteil ruht die Verjährung bis zum rechtskräftigen Abschluss (§ 78b Abs. 3 StGB).
  • Beginn mit der Bekanntgabe des unrichtigen Bescheids (§ 78a StGB), ohne Erklärung mit dem Abschluss der Veranlagungsarbeiten. Unterbrochen wird die Frist etwa durch die Bekanntgabe der Einleitung, eine Durchsuchung oder die Anklage (§ 78c StGB und § 376 Abs. 2 AO).
  • Leichtfertige Steuerverkürzung als Ordnungswidrigkeit: fünf Jahre (§ 384 AO), mit Unterbrechungen höchstens zehn Jahre. [14] [15]

Einziehung

  • Selbständige Einziehung der ersparten Einkommensteuer: 30 Jahre ab Beendigung der Tat (§ 76b Abs. 1 StGB), mit Unterbrechungen höchstens 60 Jahre, Ruhenszeiten kommen hinzu.
  • Sie ist auch möglich, wenn die Tat verjährt ist und wenn der Steueranspruch selbst schon verjährt war (§ 76a Abs. 2 und § 73e Abs. 1 Satz 2 StGB). [15] [38]

Einziehung: Die ersparte Einkommensteuer kann auch nach der Verjährung abgeschöpft werden

Neben Strafe und Steuernachzahlung steht mit der Einziehung eine dritte Rechtsfolge, die in Kryptofällen oft übersehen wird. Was der Täter durch die Tat erlangt hat, zieht das Strafgericht zwingend ein (§ 73 Abs. 1 StGB). Bei der Steuerhinterziehung ist das Erlangte die ersparte Einkommensteuer. Da sich eine Ersparnis nicht als Gegenstand einziehen lässt, wird die Einziehung des Wertersatzes in Höhe der verkürzten Einkommensteuer angeordnet (§ 73c StGB). Die Coins selbst werden dafür nicht eingezogen, sie können aber zur Sicherung des Anspruchs beschlagnahmt oder durch einen Vermögensarrest gesperrt werden (§ 111e StPO). [13] [15]

Praktisch bedeutsam ist die Einziehung vor allem dann, wenn das Finanzamt die Einkommensteuer nicht mehr festsetzen kann. Ein durch Verjährung erloschener Steueranspruch steht der Einziehung nicht entgegen (§ 73e Abs. 1 Satz 2 StGB). Ist die Steuerhinterziehung selbst verjährt, kann die Einziehung in einem selbständigen Verfahren angeordnet werden (§ 76a Abs. 2 StGB). Diese selbständige Einziehung verjährt erst 30 Jahre nach Beendigung der Tat, und mit Unterbrechungen kann die Grenze 60 Jahre erreichen (§ 76b StGB). Wer die Einkommensteuer nachzahlt, solange der Anspruch besteht, lässt ihn durch Erfüllung erlöschen, sodass eine Einziehung ausscheidet (§ 73e Abs. 1 Satz 1 StGB). Auch im selbständigen Verfahren muss die Steuerhinterziehung als vorsätzliche Tat nachgewiesen werden, und eingezogen wird nur die tatsächlich ersparte Einkommensteuer. Für Altfälle gelten Übergangsregeln, die die Einziehung auch für Taten vor den Gesetzesänderungen der Jahre 2017 und 2020 eröffnen. Das Bundesverfassungsgericht hat diese Rückwirkung gebilligt. Welche Regel greift, prüfen wir anhand des Tatzeitpunkts und des Zeitpunkts der steuerlichen Verjährung. [15] [38]

Beispiel 17: Die verjährte Einkommensteuer kommt durch die Hintertür. Ein Anleger hat in seiner 2018 abgegebenen Erklärung für 2017 Kryptogewinne verschwiegen und dadurch 20.000 Euro Einkommensteuer verkürzt. Die Steuerhinterziehung ist 2023 verjährt, eine Bestrafung scheidet aus. Das Finanzamt kann die Einkommensteuer aber noch bis Ende 2028 festsetzen. Und selbst wenn es diese Frist verstreichen lässt, bleibt bis 2048 die selbständige Einziehung der ersparten 20.000 Euro möglich, weil ein durch Verjährung erloschener Steueranspruch der Einziehung nicht entgegensteht. Ob die Behörden ein solches Verfahren betreiben, steht in ihrem Ermessen. Solange der Steueranspruch noch besteht, ist die Nachzahlung deshalb steuerlich und mit Blick auf die Einziehung der sicherere Weg. Nach Eintritt der steuerlichen Verjährung schließt eine Zahlung die Einziehung nicht mehr sicher aus. [14] [15] [38]

Beratung und Strafverteidigung bei LHP

In der LHP Gruppe arbeiten Rechtsanwälte und Steuerberater mit Wirtschaftsprüfern zusammen. JUVE hat LHP 2024 als Kanzlei des Jahres für Steuerstrafrecht und 2025 als Kanzlei des Jahres für Steuerstreit ausgezeichnet. Die Auszeichnungsbegründungen heben auch die Arbeit im Bereich Kryptowährungen hervor. Bei einem Kryptomandat stimmen wir die steuerliche Auswertung mit der strafrechtlichen Beratung ab und legen offen, welche Daten vorliegen und wo ihre Aussagekraft endet. [34]

Unsere Unterstützung beginnt bei der Einordnung der bisherigen Erklärungen. Je nach Mandat prüfen wir vorhandene Reports, begleiten eine Nacherklärung oder bereiten eine Selbstanzeige vor. Wird bereits ermittelt, übernehmen wir die Verteidigung und stimmen sie mit dem Besteuerungsverfahren ab. Ein von uns im vereinbarten Umfang geprüfter Bericht soll die Berechnung und ihre rechtlichen Annahmen nachvollziehbar belegen. Eine verbindliche Anerkennung durch Finanzamt oder Gericht lässt sich dadurch nicht garantieren.

Dr. Ingo Heuel behandelt Kryptowährungen in seiner Kommentierung zu § 370 AO im Kohlmann sowie in einer Haufe-Kommentierung zur Besteuerung von Kryptowährungen im Privat- und Betriebsvermögen. Seine mit Dr. Isabell Matthey veröffentlichten Beiträge befassen sich seit 2018 mit diesen Fragen. Weitere Angaben finden Sie im Autorenprofil von Dr. Ingo Heuel. [22]

LHP arbeitet bei steuerlichen Fachbeiträgen und Veranstaltungen mit Blocktrainer zusammen. Auch dort erläutert Dr. Ingo Heuel die steuerliche Behandlung von Kryptowährungen und den Umgang mit steuerstrafrechtlichen Risiken. [23] [35]

Video: Steuerhinterziehung bei Bitcoin vermeiden

Im Vortrag beim Blocktrainer-Event 2025 erläutert Dr. Ingo Heuel steuerstrafrechtliche Fragen rund um Bitcoin. Das Kapitel Selbstanzeige und Berichtigung beginnt bei 14:23. Der Vortrag ergänzt diesen Beitrag. Für den Rechtsstand zu Meldepflichten und Gesetzesvorhaben ist die aktuelle schriftliche Darstellung maßgeblich. [23]

Vortrag auf YouTube ansehen

Kontakt bei nicht erklärten Kryptoeinkünften

Über Kontakt zu LHP können Sie eine vertrauliche Prüfung Ihres Anliegens anfragen. Teilen Sie bitte mit, ob bereits ein Schreiben des Finanzamts oder der Steuerfahndung vorliegt und welche Frist darin genannt wird. Für den Einstieg genügt eine kurze Beschreibung. Umfangreiche Datenbestände und sensible Unterlagen übermitteln Sie anschließend über einen mit uns abgestimmten Weg.

Häufige Fragen zu Krypto und Selbstanzeige

Muss ich auch Kryptoverluste nachträglich erfassen?

Reicht es, der Bank die Herkunft meiner Coins nachzuweisen?

Darf ich bei einer Selbstanzeige fehlende Transaktionen einfach weglassen?

Was kostet eine Selbstanzeige wegen Kryptowährungen?

Wie lange dauert die Vorbereitung?

Wird die strafbefreiende Selbstanzeige abgeschafft?

Schützt ein bereits anerkannter Steuerreport vor Nachforderungen?

Welche Strafe droht bei Steuerhinterziehung mit Kryptowährungen?

Wie weit zurück kann das Finanzamt nicht erklärte Kryptogewinne noch besteuern?

Sind Bitcoin-Geschäfte für das Finanzamt anonym?

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